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BILDUNG UND ERZIEHUNG- Primarstufe und weiterfuhrenden Schulen

 
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Das Schulsystem
 
 
 

Der Schulbesuch ist im Alter von 6-16 Jahren obligatorisch, bis zum 18. Lebensjahr freiwillig. Die Schulausbildung beginnt in der Grundschule mit der Primarstufe (Klasse 1-6) und wird in den weiterführenden Schulen mit der Mittelstufe (Klasse 7-9) und der Oberstufe (Klasse 10-12) fortgeführt. Etwa 9 % der Schüler im Alter von 13-18 Jahren besuchen Internate.


Nationale Ausgaben für Erziehung in Israel
(prozentual zum Bruttoinlandsprodukt)

Die multikulturelle Struktur der israelischen Gesellschaft spiegelt sich in dem pluralistischen Schulsystem wider, dementsprechend sind die Schulen in vier Gruppen unterteilt:

Staatliche Schulen, die von den meisten Schülern besucht werden.

Staatlich-religiöse Schulen, die jüdische Studien, jüdische Kultur und Tradition besonders in den Vordergrund rücken.

Arabische und drusische Schulen mit der Unterrichtssprache Arabisch, die besonderes Gewicht auf arabische und drusische Geschichte, Religion und Kultur legen.

Private Schulen, die unter der Schirmherrschaft verschiedener religiöser und internationaler Gruppen geführt werden.

Der wachsende Einfluss der Eltern auf die Ausrichtung der Erziehung ihrer Kinder hat in den letzten Jahren einige neue Schulen entstehen lassen, welche die Lebensanschauungen und Überzeugung der jeweiligen Eltern- und Erziehergruppen widerspiegeln.


Lehrpläne

Die meisten Unterrichtsstunden werden den allgemeinbildenden Pflichtfächern gewidmet. Während der Lehrstoff, der behandelt werden soll, im gesamten Schulsystem uniform ist, kann jede Schule aus einem breiten Angebot von Unterrichtseinheiten und Lehrmaterialien, die vom Erziehungsministerium zur Verfügung gestellt werden, das auswählen, was am ehesten den Bedürfnissen der Schüler und den Anschauungen der Schule gerecht wird. Jedes Jahr wird ein spezielles Thema von nationaler Bedeutung ausgewählt, das in allen Klassen eingehend behandelt wird, um das Verständnis der Schüler für die Gesellschaft, in der sie leben, zu vertiefen.

Solche Themen befassen sich mit demokratischen Werten wie Frieden, der hebräischen Sprache, Israel als Einwanderungsland, Jerusalem oder Industrie.


Durchschnittliche Anzahl der wöchentlichen Stunden im Klassenzimmer (inklusive Verwaltung)


Verwaltung und Struktur

Das Erziehungsministerium ist für die Lehrpläne, die pädagogischen Standards, Ausbildung und Kontrolle des Lehrpersonals und den Bau von Schulgebäuden verantwortlich, wogegen deren Unterhalt und Ausstattung den Kommunen obliegen. Kindergarten und Grundschullehrer sind Angestellte des Erziehungsministeriums, während das Lehrpersonal an Mittel- und Oberschulen Angestellte der Kommunen sind. Das Erziehungsministerium bezuschusst jedoch je nach Anzahl der Schüler den Bildungsetat der Kommunen. Die Regierung finanziert 72 % der Ausgaben im Erziehungssystem.


Anzahl der Schüler pro PC


Weiterführende Schulen

Die meisten weiterführenden Schulen bieten akademische Lehrveranstaltungen im Bereich der Natur- und Geisteswissenschaften an, die auf ein Hochschulstudium vorbereiten und zum Erwerb der Zulassungsqualifikation für das Studium an einer Universität oder einem College führen.

Einige der weiterführenden Schulen bieten zusätzlich zu dem allgemeinen Lehrplan spezielle berufsorientierte Programme an, die als Vorbereitung und Qualifikation für ein Hochschulstudium dienen und/oder zum Erwerb von Berufsdiplomen führen: Technische Berufsschulen bilden Techniker und praktische Ingenieure auf drei Ebenen aus: Absolventen der obersten Stufe werden auf eine Hochschulausbildung vorbereitet. Absolventen der mittleren Stufe arbeiten auf ein Berufsdiplom hin. Absolventen der dritten Stufe erwerben praktische berufliche Fähigkeiten. Landwirtschaftsschulen, die gewöhn-lich Internate sind, ergänzen den allgemeinbildenden Unterricht durch agronomische Fächer. Militärvorbereitungsschulen bilden in zwei verschiedenen Einrichtungen künftige Berufsoffiziere (nur Männer) und Techniker (Männer und Frauen) für den Dienst in den verschiedenen Zweigen der israelischen Verteidigungsstreitkräfte aus. Beide Schulen sind Internate. Yeshiwa-Schulen (im Regelfall Internate) sind religiöse Oberschulen mit getrennten Einrichtungen und Programmen für Mädchen und besonderem Maße im Geist der jüdischen Tradition und Kultur ausbilden. Gesamtschulen bieten berufsorientierte Ausbildungen für Berufe aller Art an, die von Buchhaltung, Mechanik, Elektronik, Hotelfach bis zu Graphikdesign und vielen anderen Berufsrichtungen reichen.Jugendliche, die keine dieser oben genannten Schulen besuchen, fallen unter das Ausbildungsgesetz, welches vorschreibt, dass sie eine anerkannte Berufsschule besuchen müssen, um einen Handwerksberuf zu erlernen. In den Schulen werden Ausbildungsprogramme vom Arbeitsministerium angeboten, die an Berufsnetze angeschlossen sind. Diese Ausbildungen dauern drei oder vier Jahre.

Erziehung von überdurchschnittlich begabten und von behinderten Kindern

Hochbegabte Kinder, die zu den drei Prozent der besten Schüler ihrer Schulklasse gehören und entsprechende Qualifikationsprüfungen bestanden haben, nehmen an Begabtenförderprogrammen teil, die von Zusatzkursen außerhalb des normalen Lehrplanes bis zu speziellen ganztägigen Hochbegabtenschulen reichen. Der Hochbegabtenunterricht ist dem Niveau seiner Schüler angepasst und beschränkt sich nicht nur darauf, Kenntnisse zu vermitteln, sondern leitet die Schüler auch an, Gelerntes auf andere Wissensbereiche anzuwenden. Die Schüler lernen selbständig zu forschen und zu arbeiten.

Körperlich, geistig oder lernbehinderte Kinder werden je nach ihren Fähigkeiten und der Schwere ihrer Behinderung in ein entsprechendes Schulsystem eingegliedert, um dort ihre Fähigkeiten entfalten zu können und eine optimale Integration in das soziale und berufliche Leben der Gesellschaft, in der sie leben, zu erfahren. Einige Kinder werden in speziellen Sonderschuleinrichtungen betreut, während andere reguläre Schulen besuchen, wo sie entweder speziellen Klassen für Behinderte zugeteilt oder zusammen mit nichtbehinderten Kindern unterrichtet werden und zusätzlich zum normalen Unterricht Förderunterricht erhalten. Die Verantwortung für das Wohl und die Förderung der Kinder liegt bei Psychologen, Sozialarbeitern, Behindertenpädagogen und medizinischem Personal sowie bei der Familie des Kindes und verschiedenen unabhängigen Hilfsorganisationen und -gruppen. Über die Zulassung behinderter Kinder zu bestimmten Erziehungsprogrammen und Einrichtungen, die für Kinder von 3 bis 21 Jahren kostenlos sind, entscheidet ein gesetzlich vorgeschriebenes und vom Erziehungsministerium eingesetztes Komitee.

 
 
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External links
  the 1998 list of israeli schools on the internet
  israeli schools looking for keypals
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