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Gesundheits- und Sozialwesen

 
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Anfänge
 
 

  Überall in Israel ist einer für den anderen verantwortlich.
(Babylonischer Talmud, Shavuot 39 a)

Der Standard der medizinischen Versorgung in Israel ist hoch. Eine hohe Qualität der medizinischen Mittel und der Forschungsarbeit, die moderne Einrichtung der Krankenhäuser und eine beeindruckende Pro-Kopf-Versorgung mit Ärzten und Fachärzten sind kennzeichnend für das Gesundheitswesen Israels. Dies spiegelt sich in der niedrigen Kindersterblichkeit (6,3 pro 1000 Geburten) und der hohen Lebenserwartung (79,9 Jahre für Frauen, 76,3 Jahre für Männer) wider. In Israel ist das Recht jedes Menschen auf medizinische Versorgung, vom frühen Kindesalter bis ins hohe Alter, gesetzlich abgesichert. Die Aufwendungen des Landes für dasGesundheitswesen (8,7% des Bruttosozialproduktes) sind vergleichbar mit denen anderer westlicher Länder.

Eine alte Tradition: Im 19. Jahrhundert grassierten Krankheiten wie Ruhr, Malaria, Typhus und Trachom in Israel, damals eine unterentwickelte und vernachlässigte Provinz des Osmanischen Reiches. Um die jüdische Bevölkerung in der Altstadt von Jerusalem mit Gesundheitsdiensten zu versorgen, errichteten jüdische Gemeinschaften aus Europa eine Reihe von Kliniken in Jerusalem, in denen mittellose Bedürftige kostenlos behandelt wurden. Diese Kliniken waren für ihre aufopfernde Krankenpflege selbst unter schwierigen Bedingungen berühmt.

Später expandierten sie zu Krankenhäusern: Bikur Cholim (gegr. 1843), Misgav Ladach (gegr. 1888) und Shaare Zedek (gegr. 1902). Alle drei Krankenhäuser existieren heute noch und sind inzwischen mit modernster medizinischer Technologie ausgestattet. Die Patienten erhalten eine Krankenpflege, die sich an den neuesten medizinischen Errungenschaften orientiert.

Das Hadassah-Medical-Center in Jerusalem umfasst Schulen für Medizin, Krankenpflege und Pharmakologie sowie zwei moderne Krankenhäuser und entstand aus der Arbeit zweier Krankenschwestern, die 1913 von der zionistischen Frauenvereinigung Hadassah nach Jerusalem geschickt wurden.

 
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