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Die Filmgeschichte Israels hat seit ihren Anfängen in den 50er Jahren bedeutende Entwicklungen durchgemacht. Die ersten Spielfilme, die unter der Regie von Israelis gestaltet und von Israelis produziert wurden, darunter Hill 24 Does Not Answer und They Were Ten, tendierten wie die Literatur zu den für die damalige Zeit so typischen Heldengeschichten. Einige der neueren Filme sind ebenfalls tief in der israelischen Erfahrung verwurzelt: Sie handeln von den Überlebenden des Holocausts und ihren Kindern (Gila Almagors The Summer of Aviya und die Fortsetzung Under the Domin Tree) und den Mühen der Neueinwanderer in Israel (Sh'hur unter der Regie von Hannah Azoulai und Shmuel Hasfari, Coffee with Lemon unter der Regie von Leonid Gorivets). Andere Filme spiegeln einen vorherrschenden Trend wider, der sich mehr in Richtung gegenwärtige Realität bewegt.Sie behandeln Themen wie die Begegnung von Israelis und Arabern (Uri Barbashs Beyond the Walls), oder sie spielen im Kontext einer universalistischen, fremd anmutenden und hedonistischen Gesellschaft (A Siren's Song, Life According to Agfa, Tel Aviv Stories).

Der Export von israelischen Filmen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Immer mehr israelische Filme haben im Ausland Erfolg und ausländische Produktionen und Koproduktionen werden zunehmend in Israel gedreht. Das Israelische Filmzentrum, das der Industrie- und Handelskammer untersteht, unterstützt die Filmproduktion sowohl einheimischer als auch ausländischer Produzenten und bietet berufliche Kontakte oder auch finanzielle Förderung an.

Das Spielberg-Film-Archiv, an der Hebräischen Universität Jerusalem ist das weltgrößte Filmarchiv mit Filmmaterial über jüdische Themen sowie über das jüdische und israelische Leben. Zusammen mit den Zentralen Zionistischen Archiven wird das Spielberg-Film-Archiv von der Universität verwaltet. Die Hauptaufgabe des Archivs ist das Sammeln, Erhalten und Katalogisieren von jüdischen Filmen und die Bereitstellung von Filmmaterial für Forscher, Fernseh- und Filmautoren sowie Produzenten in aller Welt.

Die Jerusalemer Cinemathek besteht aus einem Archiv mit mehreren Tausend Filmen, einer Spezialbibliothek für Filmforschung, Fernseh- und Filmvorführsälen und Ausstellungen. Die Cinemathek bietet regelmäßige Filmvorführungen, oft in thematischen Zyklen, in Zusammenarbeit mit Botschaften, Bildungseinrichtungen oder kommunalen Organisationen, wobei - wenn möglich - der Drehbuchautor, Regisseur oder die Hauptdarsteller anwesend sind. Seit 1984 veranstaltet die Cinemathek jedes Jahr ein Filmfestival ohne Wettbewerbscharakter, das schon viele Qualitätsfilme und Videos ins Land gebracht hat. Die Filmseminare für Erwachsene erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Programme für Jerusalemer Schulkinder fördern den kritischen Umgang mit dem beliebten Medium.

 
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   ariel review of arts and letters: israeli cinema 1995
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