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Theater
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Habimah
Das Cameri- Theater
Das Haifa Stadttheater
Das Be'er Sheva Stadttheater
Das Khan-Theater
Das Gesher- Theater |
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Im Gegensatz zur hebräischen Literatur hat das hebräische Theater keine Vorläufer in der antiken hebräischen Kultur. Es ging auch nicht aus dem in osteuropäischen jüdischen Gemeinden bis zum 2. Weltkrieg so beliebten jiddischen Theater hervor, sondern begann 1917 mit der Gründung eines hebräischen Theaters in Moskau, dem Habimah (Die Bühne), unter der Leitung des russischen Direktors Konstantin Stanislavsky und mit dem Schauspieltalent Hanna Rovina (1892-1980), die später als die First Lady des Hebräischen Theaters bekannt wurde. 1931 verlegte das Habimah seine Heimatbühne von Moskau nach Tel Aviv.
Das Theater in Israel setzt sich aus vielen verschiedenen Elementen - zeitgenössischen und klassischen, einheimischen und importierten, experimentellen und traditionellen - zusammen. Die Bühnenschriftsteller, Schauspieler, Regisseure und Theaterdirektoren verschiedenster Prägungen vermischen bei ihrer Zusammenarbeit ausländische und einheimische Elemente allmählich zu einem spezifisch israelischen Theater. Die Theaterszene ist sehr lebendig; sechs professionelle Repertoire-Theater und Dutzende von regionalen und Amateurensembles treten im ganzen Land vor einem großen, begeisterten Publikum auf. In den vergangenen Jahren haben eine Reihe von israelischen Schauspielertruppen Tourneen durch Ost- und Westeuropa unternommen; u.a. am Edinburgh Festival, und traten bei bedeutenden Theaterereignissen in Europa, den Vereinigten Staaten und anderen Erdteilen auf. Eine Reihe von halb-professionellen Theaterensembles und Amateurgruppen führen Theaterstücke in Englisch und Russisch auf.
Zu den führenden israelischen Bühnenautoren, von denen einige internationale Berühmtheit erlangt haben, gehören Hanoch Levine, Yehoshua Sobel, Hillel Mittelpunt und Ephraim Kishon. Die bedeutendsten professionellen Theatertruppen haben ihre Heimatbühnen in den vier größten Städten Israels, in Tel Aviv, Jerusalem, Haifa und Be'er Sheva.
Das Nationaltheater Habimah in Tel Aviv befindet sich in einem Komplex aus drei Sälen (mit insgesamt 1520 Sitzplätzen) und ist - zum Teil bedingt durch seine über 30000 Theaterabonnenten - im Durchschnitt zu etwa 90 Prozent gefüllt. Das Repertoire umfasst traditionelle Theaterstücke über jüdische Themen, Werke von zeitgenössischen hebräischen Bühnenautoren und Übersetzungen von internationalen Klassikern, Dramen und Komödien. Zum Teil gestalten international bekannte Gastregisseure lokale Bühneninszenierungen.
Das Cameri-Theater - seit 1970 das Stadttheater von Tel Aviv - war die erste Theatergruppe, die realistische Darstellungen des israelischen Lebens auf die Bühne brachte. Auch heute noch leistet das Cameri-Theater durch sein lebendiges Repertoire - das eine Reihe von original israelischen Dramen und Bearbeitungen von bedeutenden Kassenschlagern umfasst -, seinen Beitrag zur Entwicklung des hebräischen Theaters.
Das Haifa Stadttheater ist das erste öffentlich subventionierte Theater in Israel. Es ist ein experimentierfreudiges und beliebtes Theaterensemble, das für seine Aufführungen von original israelischen Werken über kontroverse und provokative Themen bekannt ist.
Das Be'er Sheva Stadttheater findet auf seinen Tourneen durch ganz Israel immer ein begeistertes Publikum. Es gilt allgemein als das beliebteste Repertoiretheater für Absolventen der lokalen Schauspielschulen, die am Anfang ihrer beruflichen Karriere stehen.
Das Khan-Theater, Jerusalems einziges Repertoiretheater, bietet in einem einzigartigen Saal, der sich in einem restaurierten, jahrhundertealten türkischen Gasthaus befindet, eine Mischung aus zeitgenössischen und klassischen Werken.
Das Gesher-Theater wurde 1991 gegründet, um ein künstlerisches Betätigungsfeld für die neuen Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion zur Verfügung zu stellen. Zunächst bot es anspruchsvolle Theateraufführungen in russischer Sprache. Nachdem es großen Erfolg beim Publikum und Lob bei den Theaterkritikern erntete, hat es nun mit hebräischen Stücken in die Hauptströmung des israelischen Theaters Eingang gefunden. Immer noch werden hauptsächlich Russisch sprechende Schauspieler eingestellt. Das Gesher-Theater ist ein wichtiger Faktor bei der Integration russischer Immigranten in das israelische Theaterleben. Israeli Theater on Internet
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Das Kinder- und Jugendtheater
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Das Kinder- und Jugendtheater führt in Schulen und Kulturzentren im ganzen Land Theaterstücke für drei verschiedene Altersgruppen auf, leitet Drama- und Theaterkurse und stellt Theaterlehrer für spezielle Schul-Workshops zur Verfügung.
Eine Reihe von anderen Theatern, darunter das Hasimta, Beit Liessin, Itim und einige Kibbuz-Theater, sind ihrem Charakter nach experimentell mit avantgardistischer Orientierung; ihre Repertoires tendieren zur Konzentration auf Gesellschaftssatire und Interpretation von aktuellen Problemen.
Vielen neuen Bühnenautoren und Schauspielerensembles gelingt der Durchbruch, wenn sie ihre Werke auf dem Festival des Alternativen Theaters vorstellen, das jedes Jahr in der Kreuzfahrerstadt Akko - mit ihren Festsälen und Zinnen ein Schauplatz ganz besonderer Art - stattfindet. Jedes Jahr im Frühling findet in Jerusalem ein Internationales Festival des Puppentheaters statt.
An der Universität Tel Aviv, der Hebräischen Universität in Jerusalem, der Beit-Zvi-Akademie für Kunst, Theater und Film in Ramat-Gan, dem Nissan Nativ-Schauspielstudio in Tel Aviv und dem Kibbuz-Schauspielerseminar kann man Ausbildungen zum Schauspieler, Regisseur und anderen Bühnenberufen absolvieren. |
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Leichte Unterhaltung
Das Konzept der Leichten Unterhaltung begann in Israel in den 40er Jahren mit Gruppen wie Chizbatron, Matateh und Batzal Yarok. Doch der eigentliche Hauptimpuls erfolgte erst in den 60er Jahren mit der Bildung von Unterhaltungsensembles, die verschiedenen Militäreinheiten angeschlossen waren. Zu den führenden Unterhaltungskünstlern in Israel, die ihre Karriere während des Militärdienstes begannen, gehören Haim Topol, Si Hyman, Miri Aloni, Dorit Reuveni und Yardena Arazi. Fernsehen und Radio sind die Hauptmedien der Leichten Unterhaltung, doch es finden auch regelmäßig Live-Vorstellungen von Komödianten, Sängern, Musikern, Bands und Gruppen im ganzen Land statt.
Einige Popmusiker haben anhaltende Berühmtheit erlangt, so z.B. Arik Einstein, Shlomo Artzi, Matti Caspi, Shalom Hanoch und Yehudit Ravitz, ebenso einige Bands wie Kaveret, Mashina, Atraf, Etnix und Haverim shel Natasha. Viele Artisten sind auch im Ausland berühmt geworden: zum einen erfahrene Künstler wie Shoshana Damari und Yaffa Yarkoni, zum anderen aber auch eine neue Künstlergeneration mit Künstlern wie Dudu Fisher, Ofra Haza, Rami Kleinstein, Aviv Gefen, David Broza, Achinoam Nini und der Pantomimenkünstler Hanoch Rosenn.
Die Musicals großen Stils in hebräischer Übersetzung, wie Les Misérables und The Sound of Music, die sich in Israel in den 70er Jahren großer Beliebtheit erfreuten, sind in der letzten Zeit wieder neu entdeckt und mit Begeisterung vom Publikum aufgenommen worden. |
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Ein orientalisches Musical-Genre, in dem sich arabische und griechische Einflüsse mischen, wird bei den Israelis mit sephardischem Hintergrund zunehmend beliebter, aufgeführt von Sängern wie Haim Moshe, Eli Luzon, Shimi Tavori, Boaz Sha'arabi, Margalit Tsa'anani, Zehava Ben (der sich auf die Lieder des legendären Umm Kulthum spezialisiert hat) und Ofer Levy.
Im Bereich der Komödie steht das Gashash Hahiver-Trio, das bereits seit Jahrzehnten Vorstellungen gibt, immer noch unbestritten an erster Stelle der Beliebtheitsskala. Fernsehberühmtheiten mit sehr beliebten eigenen Shows sind etwa Dud Topaz, Gidi Gov, Meni Pe'er, Dan Margalit, Dan Shilon, Hana Dayan und Rivka Michaeli. |
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