Straßen: In einem Land kurzer Entfernungen wie Israel wird der größte Teil des Verkehrs durch Autos, Busse und Lastwagen abgewickelt. In den letzten Jahren wurde das Straßennetz beträchtlich ausgebaut und verbessert, um der sprunghaft ansteigenden Zahl der Fahrzeuge gerecht zu werden und um die abgelegensten Winkel des Landes zugänglich zu machen. Vor kurzem wurde mit dem Bau einer mehrspurigen Fernstraße begonnen, die von Be'er Sheva im Süden über eine Strecke von 300 km in Richtung Norden nach Rosh Hanikra und Rosh Pina führen soll. Dank dieser mautpflichtigen Straße wird es möglich, Ballungsgebiete zu umfahren, Verkehrsstaus weitgehend zu vermeiden und fast alle Gebiete des Landes schnell zugänglich zu machen.
Eisenbahnen: Die israelischen Eisenbahnen unterhalten Personenverbindungen zwischen Jerusalem, Tel Aviv, Haifa und Naharija. Güterzüge bedienen auch weiter südlich den Hafen von Aschdod, die Städte Aschkelon und Be'er Sheva sowie das Mineralabbaugebiet südlich von Dimona. In den letzten Jahren nahm sowohl der Fracht- als auch der Personenverkehr zu. Um die unter einer immer höheren Verkehrsdichte leidenden Straßen in den Räumen Tel Aviv und Haifa zu entlasten, wird nach Modernisierung bereits bestehender Schienenstränge eine Eisenbahnschnellverbindung eingerichtet, die im Verbund mit Buszubringerlinien betrieben werden soll. Die derzeitigen überalterten Schienenfahrzeuge werden durch moderne, klimatisierte Personenwagen ersetzt, neuzeitliche Gleisunterhaltungsgeräte werden in Betrieb genommen.
Häfen: An die Stelle der antiken Häfen Jaffo, Caesarea und Akko sind heute die drei modernen, für die internationale Schifffahrt geeigneten Tiefseehäfen Haifa, Eilat und Aschdod getreten. Haifa ist einer der größten Containerhäfen des Mittelmeerraums und wird von zahlreichen Passagierschiffen angelaufen. Aschdod dient überwiegend dem Frachtverkehr, Eilat am Roten Meer verbindet Israel mit der südlichen Hemisphäre und dem Fernen Osten. Nicht zu vergessen sind der Tankerhafen Aschkelon sowie Chadera mit seinen modernen Entladevorrichtungen für Frachter, die Kohle für das nahegelegene Kraftwerk liefern.
Da Israel wegen seiner geographischen Lage zu einem Transitland für Personen und Güter werden kann, erstellte die Hafen- und Eisenbahnbehörde einen langfristigen Gesamtplan, um künftigen Verkehrsbedürfnissen gerecht zu werden. Unter anderem wird der Ausbau eines modernen Schienennetzes empfohlen, zu Land und zu See der ausschließliche Einsatz von Anlagen, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen, sowie ein vernetztes Computersystem zur Steuerung und Überwachung aller Verkehrsdienste.
Flughäfen: Der größte Flughafen des Landes ist der Internationale Flughafen Ben Gurion, ca. 25 Autominuten von Tel Aviv und 50 Minuten von Jerusalem entfernt. Wegen des schnellen Ansteigens der Zahl der Flugpassagiere wurde der Flughafen in jüngster Zeit beträchtlich erweitert. Für Charterflüge, hauptsächlich aus Europa, und Inlandsflüge stehen auch der Flughafen Eilat im Süden sowie zwei kleinere Flugplätze bei Tel Aviv und Jerusalem im Zentrum und Rosh Pina im Norden zur Verfügung.