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LAND UND LEUTE- Stadtleben |
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Stadtleben
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Stdtische Ballungszentren: Einwohnerzahlen
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ber 90% der Israelis sind Stadtbewohner. Viele der heutigen Stdte, wie Jerusalem, Safed, Be'er Sheva, Tiberias und Akko, wurden an historischen Sttten errichtet und verschmelzen Altes mit Neuem. Andere, wie Rechovot, Petach Tikva und Rischon Le-Zion, gehen auf landwirtschaftliche Siedlungen aus der Zeit vor 1948 zurck und wuchsen allmhlich zu Stdten heran. In den ersten Jahren nach der Staatsgrndung wurden sogenannte Entwicklungsstdte erbaut, um die durch Einwanderermassen sprunghaft angewachsene Bevlkerung unterzubringen und gleichmig im Land zu verteilen. Indem Industrie- und Dienstleistungsbetriebe in bislang unbesiedelte Gebiete zogen, wurden auf wirtschaftlicher Ebene eine enge Verknpfung von Stadt und Land gefrdert.
Heutigen Stdte
Jerusalem, hoch im judischen Bergland gelegen, ist Hauptstadt und Regierungssitz Israels und das historische, geistliche und nationale Zentrum des jdischen Volkes, seit David es vor etwa 3000 Jahren zur Hauptstadt seines Knigreichs machte. Religion und berlieferungen, heilige Sttten und Gotteshuser lieen Jerusalem fr Juden, Christen und Moslems in aller Welt zu einer heiligen Stadt werden.
Jerusalem war bis 1860 von Mauern umgeben und bestand aus vier Stadtvierteln, einem jdischen, einem muslimischen, einem armenischen und einem christlichen. Zu jener Zeit begannen die Juden, die damals die Mehrheit der Einwohner stellten, neue Stadtviertel auerhalb der Mauern zu bauen, die spter den Kern des modernen Jerusalem bildeten. In den dreiig Jahren der britischen Verwaltung (1918-1948) verwandelte sich die Stadt aus einer vernachlssigten Provinzstadt des Osmanischen Reiches (1518-1918) in eine blhende Metropole. Zahlreiche neue Stadtteile entstanden, jeder mit seinem eigenen unverwechselbaren durch seine Bewohner geprgten Charakter. Nach dem arabischen Angriff auf den neugegrndeten Staat Israel wurde die Stadt 1949 in einen israelischen und einen jordanischen Sektor geteilt. 19 Jahre lang riegelten Betonmauern und Stacheldraht die beiden Sektoren voneinander ab. Infolge des Angriffs auf Jerusalem im Sechs-Tage-Krieg wurde die Stadt wiedervereinigt. Heute ist Jerusalem mit mehr als einer halben Million Einwohnern die grte Stadt des Landes. Altehrwrdig und modern zugleich ist sie eine Stadt der Gegenstze, eine lebendige Mischung von Kulturen und Nationalitten, religis-orthodoxer und skularer Lebensstile. Jerusalem ist eine Stadt, die die Vergangenheit bewahrt und auf die Zukunft baut, mit sorgfltig restaurierten historischen Sttten, gepflegten Grnanlagen, modernen Geschftsvierteln, Industriegebieten und wachsenden Vororten, die von seiner Bestndigkeit und Lebenskraft zeugen. |
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Tel Aviv-Jafo, eine moderne Grostadt am Mittelmeer, ist Handels-, Finanz- und Kulturzentrum des Landes. Hier haben sich die meisten Organisationen der Industrie und Landwirtschaft, die Brse, grere Zeitungen, Zeitschriften und Verlage niedergelassen. Als erste jdische Stadt der Neuzeit wurde Tel Aviv 1909 als Vorort des antiken Jaffa, einer der ltesten Stdte der Welt, gegrndet. 1934 erhielt es die Stadtrechte, 1950 wurde das alte Jaffa zu Tel Aviv eingemeindet. Eine Knstlerkolonie und ein Fremdenverkehrszentrum mit Galerien, Restaurants und Nachtclubs entstanden im Gebiet um den Hafen von Alt-Jaffa.
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Haifaerstreckt sich vom Mittelmeer ber die Hnge des Karmel. Die Stadt ist auf drei topographischen Ebenen erbaut: Die Unterstadt, teils auf Land, das dem Meer abgerungen wurde, umfasst das Handelszentrum mit den Hafenanlagen, die mittlere Ebene ist ein lteres Wohngebiet. Die Oberstadt besteht aus schnell wachsenden, modernen Wohngebieten mit Alleen, Parkanlagen und Pinienwldern, von denen aus man die Industrieanlagen und die Sandstrnde lngs der weiten Bucht berblicken kann. Als bedeutender Tiefseehafen ist Haifa ein Drehpunkt internationalen Handels sowie das Verwaltungs- und Industriezentrum Nordisraels.
Safed, hoch im galilischen Bergland gelegen, heute beliebtes Sommerressort und Fremdenverkehrsort mit einer Knstlerkolonie und einigen jahrhundertealten Synagogen, war im 16. Jahrhundert das bedeutendste Zentrum jdischer Gelehrsamkeit und jdischen Kulturschaffens, der Sammelplatz von Rabbis, Gelehrten und Mystikern, die religise Gesetze und Vorschriften niederschrieben, von denen viele noch heute von praktizierenden Juden befolgt werden.
Tiberias am Ufer des See Genezareth ist fr seine heilenden Thermalquellen bekannt. Heute ist die Stadt ein geschftiges Touristenzentrum, in dem archologische Ruinen neben modernen Wohnhusern und Hotels liegen. Tiberias wurde im 1. Jh. n. Chr. gegrndet und nach dem rmischen Kaiser Tiberius benannt. Tiberias wurde zum Zentrum jdischer Gelehrsamkeit und beherbergt eine berhmte Rabbinerschule.
Be'er Sheva liegt im nrdlichen Negev an der Kreuzung der Straen zum Toten Meer und nach Eilat. Die moderne Stadt wurde an einer antiken Sttte erbaut, die bis zur Zeit der Erzvter vor etwa 3500 Jahren zurckreicht. Be'er Sheva, die Hauptstadt des Negev, ist das Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum des sdlichen Israel, mit regionalen Behrden, Gesundheits-, Erziehungs- und kulturellen Einrichtungen.
Eilat, sdlichste Stadt Israels, ist Tor zum Roten Meer und dem Indischen Ozean. Sein moderner Hafen, errichtet an der Stelle, die wahrscheinlich schon zu Zeiten Knig Salomos als Hafen diente, wickelt den Handel mit Afrika und dem Fernen Osten ab. Warme Winter, eine exoti-sche Unterwasserwelt, herrliche Strnde, Wassersport, Luxushotels und direkte Charterflge aus Europa machten Eilat zu einem ganzjhrigen Touristenparadies. Seit Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen Israel und Jordanien 1994 wurden gemeinsame Projekte mit der jordanischen Nachbarstadt Akaba zur Frderung des Fremdenverkehrs in der Region ins Leben gerufen.
Architektur im Wandel der Zeiten
Israel bietet eine Flle verschiedener Baustile, von Architekturschtzen aus vergangenen Jahrhunderten ber massive Gebude im Stile der berhmten europischen Architekten vor dem 2. Weltkrieg und hastig errichtete Wohnblocks aus der Zeit der Masseneinwanderung in den ersten Jahren nach der Unabhngigkeit bis hin zu den sorgfltig geplanten Wohnvierteln, Brohochhusern aus Beton und Glas und Luxushotels der beiden letzten Jahrzehnte. |
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