Die (römisch-katholische) Franziskanerkirche der hl. Katharina von Alexandrien wurde 1882 auf den Ruinen einer Kreuzfahrerkirche und eines Augustinerklosters errichtet. Die Kolonnaden des heutigen Atriums (1948 von Antonio Barluzzi entworfen) schließen die erhaltenen Sektionen des mittelalterlichen Kreuzganges ein.
Unter dem Pflaster des Kreuzganges liegen die Fundamente eines älteren Klosters. Vermutlich handelte es sich um das St. Hieronymus-Kloster.
Eine Pforte in der Südwestecke des Kreuzganges führt in eine Kreuzfahrerkapelle. Dieser Raum war im 12. Jahrhundert entstanden, als die Kreuzfahrer das Nordende des justinianischen Narthex zumauerten, um einen (heute nicht mehr existierenden) Glockenturm zu errichten. Die Wände der Kapelle werden durch die 1950 teilweise restaurierten Überreste der Wandmalerei der Kreuzfahrer geschmückt.
Eine enge Treppenanlage im Südschiff führt in einen Komplex von Höhlen und Felskammern, in denen sich einige Kapellen befinden. Eine dieser Kapellen wird volkstümlich als die Zelle identifiziert, in der der hl. Hieronymus nach 384 die Bibel aus dem Hebräischen und Griechischen ins Lateinische übertragen und so die Übersetzung der Vulgata geschaffen hat. Ein kurzer Durchgang von einer der angrenzenden Kammern führt in die Geburtsgrotte, doch die Zugang gewährende Pforte ist meistens verschlossen.
Bethlehem: Die Stadt
Die Geburtskirche
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