"Als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie..." (Lk. 19,41)
Die franziskanische Dominus Flevit-Kapelle (lat. "Der Herr weinte") wurde 1955 nahe einer Stätte errichtet, die mittelalterliche Pilger als den Ort identifiziert hatten, an dem Jesus über die Stadt Jerusalem weinte. Das bereits 1881 von den Franziskanern erworbene Gelände lag an einem Prozessionsweg vom Ölberg zur Grabeskirche. Archäologische Ausgrabungen vor der Errichtung der Kapelle legten die Fundamente eines Klosters und einer Kapelle aus dem 5. Jahrhundert frei.
Der moderne Sakralbau wurde von dem Architekten Antonio Barluzzi entworfen, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrere Kapellen und Kirchen für die Franziskanische Kustodie des Heiligen Landes gebaut hat. In radikaler Abwendung von seinem üblichen konservativen Stil hat Barluzzi dieser Kapelle die stilisierte Form einer Träne über einem griechischen Kreuz als Grundriß gegeben. Ein Fenster in der Westwand der Kapelle hinter dem Altar umrahmt den Ausblick auf die Altstadt.
Jerusalem: Die Stadt
Die Todesangstbasilika im Garten Gethsemane (Kirche aller Nationen)
Die Grabeskirche
Das Coenaculum auf dem Zionsberg
Der Tempelberg - Haram esh-Sharif
Die Westmauer
Yad Vashem
- Karte von Jerusalem