LogoAlt
 
MFADE     2000_2009     2000     Mar     Jerusalem- Die Grabeskirche

Jerusalem: Die Grabeskirche

 
 KAPERNAUM  |  TABGHA  |  NAZARETH  |  JERUSALEM  |  BETHLEHEM  | 
 LISTE DER SITES  |  KARTEN
 
     

Die Grabeskirche

 
 

 

 

 

Foto: Y. Loeff

 

 

 

 

Foto: Y. Loeff

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

"An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab... und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei." (Joh. 19,41-42)

Der Bau der ersten Grabeskirche begann im Jahre 326 n.d.Z. auf Initiative Kaiser Konstantins. Die Kirche wurde an der Stätte eines römischen Tempels und Heiligtums aus dem 2. Jahrhundert errichtet, die einer lokalen Tradition zufolge über dem Orte standen, an dem Jesus gekreuzigt und begraben worden war. Nach der Zerstörung der römischen Gebäude wurde hier eine Reihe von Felsengräbern gefunden. Eines der Gräber identifizierte man als das Grab des Joseph von Arimathäa. Das Grundgestein um dieses Grab wurde abgetragen, so daß ein von der Umgebung isolierter, freistehender Felsen mit der Grabkammer im Inneren übrigblieb (an der Stelle des heutigen Grabpavillons).

Nur wenig ist von dem ursprünglichen byzantinischen Bau erhalten, der 614 n.d.Z. von den Persern geplündert und niedergebrannt worden war. Dem teilweisen Wiederaufbau unter dem Patriarchen Modestos folgte eine Beschädigung der Kirche durch ein Erdbeben im Jahre 808 und die Zerstörung auf Befehl des Fatamidenkalifen al-Hakim 1009. Ein Teil des Bauwerks wurde 1048 unter dem byzantinischen Kaiser Konstantin Monomachus wiederaufgebaut, doch die meisten Trakte der heutigen Grabeskirche sind das Ergebnis des Wiederaufbaus unter den Kreuzfahrern im 12. Jahrhundert sowie späterer Renovierungsarbeiten (die jüngsten Restaurations- und Konservierungsarbeiten begannen 1959 und sind bis heute nicht abgeschlossen). Die heutige Kirche umfaßt die Hälfte des Areals der ursprünglichen byzantinischen Kirche, und nur die Grabrotunde entspricht annähernd in Form und Anlage dem Original aus dem 4. Jahrhundert.

Nach der Kreuzfahrerzeit fielen Bezirk und Bau der Grabeskirche in den Besitz der drei großen Denominationen - der griechisch-orthodoxen, der armenisch-orthodoxen und der römisch-katholischen (lateinischen) Kirche. Andere Gemeinschaften - die koptisch-orthodoxe (ägyptische), die äthiopisch-orthodoxe und die syrisch-orthodoxe Kirche - haben ebenfalls bestimmte Rechte und kleineren Besitz in der Kirche oder ihrer nahen Umgebung. Die Rechte und Privilegien aller dieser Gemeinschaften werden durch den Status quo der heiligen Stätten (1852) geschützt, wie er durch den Artikel LXII des Abkommens des Berliner Kongresses (1878) garantiert wird.

Nach einem Erdbeben im Jahre 1927 mußte die zuständige politische Instanz (wie vom Status quo vorgesehen) eingreifen, um die dringend erforderlichen Reparaturarbeiten an der Bausubstanz durchführen zu lassen. Derartige Interventionen sind seit 1959 nicht mehr notwendig, da die drei großen Gemeinschaften inzwischen ein gemeinsames bautechnisches Amt eingesetzt haben.

Einige der umstrittenen Angelegenheiten bleiben jedoch ungelöst; dazu gehört der andauernde Konflikt zwischen der koptischen und äthiopischen Orthodoxie über die Besitzrechte in der Kapelle der Äthiopier (auf dem Dach der St. Helena-Kapelle). Seit Beginn des Disputs hat die Regierung (als die zuständige politische Instanz) auf eine Intervention in der Hoffnung verzichtet, die beiden Gemeinschaften werden ihren Streit untereinander beilegen.

 Jerusalem: Die Stadt
 Die Todesangstbasilika im Garten Gethsemane (Kirche aller Nationen)
 
Die Dominus Flevit-Kapelle
 Das Coenaculum auf dem Zionsberg
 Der Tempelberg - Haram esh-Sharif
 Die Westmauer
 Yad Vashem

   - Karte von Jerusalem

 
 
E-mail to a friend
Print the article
Add to my bookmarks
See also
   die grabeskirche
   christliche architektur im laufe der zeiten
Also available in
  English
  Spanish
  French
  Portuguese
   
 
   
 
     Hebrew     
 
Copyright ©2004 The State of Israel. All rights reserved   Terms of use   Use of cookies