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Jerusalem: Die Todesangstbasilika im Garten Gethsemane (Kirche aller Nationen)

 
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Die Todesangstbasilika im Garten Gethsemane
(Kirche aller Nationen)

 
 

 

 

 

Foto: W. Braun

 

 

 

 

 

 

 

 

"... Nach diesen Worten ging Jesus mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen Jüngern hinein."
(Joh. 18,1)

Die Todesangstbasilika wurde 1924 an der traditionellen Stätte des Gartens Gethsemane errichtet. Sie schließt einen Felsblock ein, der als der Ort gilt, an dem Jesus im Garten Gethsemane in der Nacht seiner Verhaftung allein gebetet hat. Auch wenn nicht sicher ist, daß dies wirklich die genaue Stelle ist, so entspricht die Umgebung durchaus der Beschreibung der Evangelien. Auch steht die heutige, von dem Architekten Antonio Barluzzi entworfene Kirche auf den Fundamenten zweier älterer Sakralbauten: einer Kreuzfahrerkapelle aus dem 12. Jahrhundert, die 1345 aufgegeben wurde; und einer noch früheren byzantinischen Basilika aus dem 4. Jahrhundert, die 746 durch ein Erdbeben zerstört wurde. (Ein Felsen auf dem Weg zum Ölberg wurde 333 von dem Pilger von Bordeaux erwähnt, der ihn als den Ort bezeichnete, an dem Jesus von Judas Iskariot verraten wurde.)

Die Fenster der heutigen Kirche sind mit lichtdurchlässigem, purpur-blauen Alabaster verglast, wodurch der Innenraum der Kirche von einem absichtlich stark gedämpften Licht durchdrungen wird. Sechs monolithische Säulen tragen die 12 Kuppeln, deren innere Wölbungen mit Mosaikkacheln verziert sind, die die nationalen Embleme der Stiftergemeinschaften zeigen. Diese Dekoration gab dem Sakralbau den populären Namen "Kirche aller Nationen".

Der Name "Gethsemane" ist eine griechische Form der hebräischen Bezeichnung gat shemanim ([Oliven] Ölpresse). Die acht Ölbäume in dem angrenzenden Garten sind wohl uralt. (Das genaue Alter von Ölbäumen zu bestimmen, ist schwierig, da sie Stämme und Wurzelnetze stetig erneuern, so daß ein Baum von junger Gestalt tatsächlich sehr alte Wurzeln haben kann.)

In dem Garten unter freiem Himmel steht ein Altar, der von den Franziskanern als eine Geste an die anglikanische Gemeinde aufgestellt wurde, die hier einen Gottesdienst am Gründonnerstag, dem Vorabend des Karfreitags, abhält.

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