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Jerusalem

 BESUCH DES PAPSTES - Stätten des speziellen Interesses
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Der Besuch Seiner Heiligkeit
Papst Johannes Pauls II in Israel
- im Heilingen Land
Märs 2000

Jerusalem - Die Stadt

 
 

 

 

 

 

Foto: D. Tal & M. Haramati, "Albatross"
 

"Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, dann soll mir meine rechte Hand verdorren. Die Zunge soll mir am Gaumen kleben, wenn ich an dich nicht mehr denke, wenn ich Jerusalem nicht zu meiner höchsten Freude erhebe." (Psalm 137,5-6)

Jerusalem, Hauptstadt Israels und Sitz der israelischen Regierung, ist die größte Stadt des Landes. Die Bevölkerung von zirka 634.000 Einwohnern (darunter ungefähr 14.000 Christen) bietet ein buntes Mosaik verschiedener nationaler, religiöser und ethnischer Gemeinschaften. Jerusalem ist eine Stadt mit sorgfältig bewahrten und restaurierten historischen Stätten und modernen Bauten, stetig wachsenden Vororten, Geschäftsvierteln, Einkaufszentren, High-Tech-Gewerbegebieten und landschaftlich gestalteten Grünflächen. Jerusalem ist gleichzeitig eine antike und eine moderne Stadt mit Schätzen aus der Vergangenheit und Plänen für die Zukunft.

Die Heiligkeit Jerusalems wird von den drei großen monotheistischen Religionen - Judentum, Christentum und Islam - anerkannt. Doch der Charakter dieser Heiligkeit ist von Religion zu Religion verschieden.

Für das jüdische Volk ist die Stadt selbst heilig. Von Gott in seinem Bund mit David erwählt, ist Jerusalem das eigentliche Zentrum geistiger und nationaler Existenz und Kontinuität des Judentums. Seit nahezu 3.000 Jahren, seit den Tagen König Davids und der Errichtung des Ersten Tempels durch seinen Sohn Salomo, ist Jerusalem Fokus jüdischen Gebets und jüdischer Verehrung. Seit fast 2.000 Jahren haben sich Juden, wo auch immer sie waren, im Gebet nach Jerusalem und seinem Tempelberg gewandt.

Für Christen ist Jerusalem ein Ort der heiligen Stätten, die mit Ereignissen im Leben und Wirken Jesu von Nazareth und der Geschichte der frühen apostolischen Kirche in Verbindung gebracht werden. Diese Stätten sind Ziel von Pilgerschaft, Gebet und Verehrung. Ihre Tradition reicht teilweise bis in die ersten Jahrhunderte des Christentums zurück.

In muslimischer Tradition gilt der Tempelberg als der "entfernteste Platz der Anbetung" (arab. masjid al-aqsa), von dem der Prophet Mohammed unter Begleitung des Engels Gabriel seine nächtliche Himmelsreise zum Throne Gottes angetreten hat (Der Koran, Sure al-isra 17,1).

Unter dem Gesetz zum Schutz der heiligen Stätten aus dem Jahre 1967 (nach jüdischer Zeitrechnung das Jahr 5727) ist der freie Zugang zu allen Stätten gewährleistet, die den Angehörigen der verschiedenen Religionen heilig sind.

Die jüdische Souveränität in der Stadt endete im Jahre 135 n.d.Z. mit der Niederlage des zweiten jüdischen Aufstandes gegen Rom; erst durch die Gründung des Staates Israel 1948 wurde sie wiederhergestellt. In den dazwischenliegenden Jahrhunderten geriet Jerusalem unter die Herrschaft fremder Mächte. Doch Juden lebten in allen Epochen in Jerusalem, und seit 1870 stellen sie die Bevölkerungsmehrheit in der Stadt.

Infolge der Kämpfe während des israelischen Unabhängigkeitskrieges 1948 und der Teilung der Stadt wurden die historischen Synagogen und religiösen Akademien im Jüdischen Viertel der Altstadt zerstört oder schwer beschädigt. Im Zuge der Wiedervereinigung der Stadt nach dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 wurden diese Bauten restauriert und das Jüdische Viertel wiederaufgebaut.

Heute ist Jerusalem eine pulsierende, lebendige Stadt. Es ist ein kulturelles Zentrum von internationalem Rang mit Film- und Theaterfestivals, Konzerten, einzigartigen Museen, großen Bibliotheken und vielen Fachtagungen.

"Dreitausend Jahre Geschichte blicken heute auf uns in dieser Stadt herab, aus deren Steinen die alte jüdische Nation entsprang, aus deren klarer Bergluft drei Religionen ihr geistiges Wesen und ihre Stärke gewonnen haben." (...)

"Dreitausend Jahre Geschichte blicken heute auf uns in dieser Stadt herab, in der sich der jüdische Priestersegen mit dem Rufe muslimischer Muezzins und dem Klang christlicher Glocken mischt; in der in jeder Allee und jedem steinernen Haus die Mahnungen der Propheten gehört wurden; deren Türme den Aufstieg vieler Völker sahen, deren Türme den Niedergang vieler Völker sahen - und Jerusalem steht für alle Zeiten." (...)

"Dreitausend Jahre Jerusalem sind für uns, jetzt und für immer, eine Botschaft der Toleranz zwischen Religionen, der Liebe zwischen Völkern, der Verständigung zwischen Nationen..."
(Yitzchak Rabin, September 1995)

Im Laufe der Jahrhunderte wurden Jerusalem viele Ehren- und Würdebezeichnungen zugelegt. Der zutreffendste Name dürfte jedoch "Stadt des Friedens" sein.

 Die Todesangstbasilika im Garten Gethsemane (Kirche aller Nationen)
 
Die Dominus Flevit-Kapelle
 Die Grabeskirche
 Das Coenaculum auf dem Zionsberg
 Der Tempelberg - Haram esh-Sharif
 Die Westmauer
 Yad Vashem

   - Karte von Jerusalem

 
 
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   jerusalem
   christliche architektur im laufe der zeiten
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