"Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wußten nicht, daß es Jesus war." (Joh. 21,4)
Die kleine (1931 errichtete) griechisch-orthodoxe Kirche der Sieben Apostel markiert mit ihrer roten Kuppel die Stätte, an der das Dorf Kapernaum nach dem Erdbeben von 746 wiederaufgebaut worden war. Die Kirche ist den Sieben Aposteln geweiht (Simon, genannt Petrus; Thomas, genannt Didymus - der Zwilling; Nathanael aus Kana in Galiläa; den Söhnen des Zebedäus "und zwei anderen von seinen Jüngern"), die im Zusammenhang mit der Erscheinung Jesu "am See von Tiberias" im Johannesevangelium genannt werden.
Zwischen 1978 und 1982 durchgeführte archäologische Ausgrabungen an vier Stellen auf diesem Gelände legten die Fundamente von Wohnhäusern frei, die aus dem Basaltmauerwerk bestanden, das auch in den älteren Bauten in Kapernaum gefunden wurde.
Besondere Beachtung verdienen die Überreste einer 2 m breiten Basaltmauer entlang der Uferlinie. Diese Mauer könnte Teil eines Kais entlang der Uferseite des Dorfes gewesen sein. Eine 20 m breite Lücke in der Mauer neben der griechisch-orthodoxen Kirche wird von zwei steinernen Molen flankiert, die im rechten Winkel auf den See hinausragen. Sie mögen einen sicheren Ankerplatz geboten und als Steg gedient haben, um Boote aus dem Wasser zu ziehen.
Ein antikes Fischerboot aus dem 1. Jahrhundert v.d.Z. wurde 1986 infolge des damals ungewöhnlich tief abgesunkenen Wasserpegels des Sees Genezareth entdeckt. Das 8 m lange Boot war im Schlamm des Seegrundes erhalten geblieben und barg verschiedene Gegenstände, darunter eine Öllampe und einen Kochtopf. Es wurde sorgfältig konserviert und ist heute als "Jesus-Boot" im nahegelegenen Kibbuz Ginosar ausgestellt.
Kapernaum: Die Stätte
Die Kirche des Petrus-Hauses
Die Synagoge
- Karte des Galiläa