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Tabgha: Die Brotvermehrungskirche

 
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Die Brotvermehrungskirche

 
 

 

 

 

Courtesy Benedictine Monastery, Tabgha
 

"Darauf nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie sie an die Leute austeilten." (Mk. 6,41)

Nachdem die Perser die byzantinische Brotvermehrungskirche im Jahre 614 zerstört hatten, ging die Kenntnis von der genauen Lage des Heiligtums verloren. Es wurde erst 1.300 Jahre später wiederentdeckt.

1888 erwarb die Deutsche Katholische Palästinamission der Erzdiözese Köln die Stätte. Seit 1939 wird sie von den Benediktinern verwaltet und als eine Zweigstelle der Dormitionsabtei in Jerusalem geführt.

Eine erste archäologische Vermessung fand 1892 statt. Vollständige Ausgrabungen begannen 1932. Sie legten einen Mosaikfußboden aus dem 5. Jahrhundert frei (der auf den Fundamenten einer älteren, wesentlich kleineren Kapelle aus dem 4. Jahrhundert angelegt worden war).

Der Mosaikfußboden in den beiden Querschiffen stellt ein buntes Durcheinander verschiedener Wasservögel und Pflanzen in einer Flußlandschaft dar, wie sie in der römischen und frühen byzantinischen Kunst außerordentlich populär war.

Das berühmteste in Tabgha gefundene Mosaik liegt unmittelbar vor dem Altar. Es zeigt zwei Fische neben einem Korb mit Broten.

Die heutige Kirche wurde 1982 geweiht. Ihre Anlage orientiert sich an dem Grundriß der byzantinischen Kirche aus dem 5. Jahrhundert. Der Eingang erfolgt durch ein von Säulen umstandenes Atrium (Hof) und einen Narthex (Binnenvorhalle). Die Kirche selbst hat ein Mittelschiff, das von zwei Seitenschiffen flankiert wird. Der Altarraum geht in eine Apsis (halbrunde Nische mit Kuppeldach) und auf jeder Seite in ein Querschiff (Transept) über.

Nach dem Bericht der Pilgerin Egeria wurde schon in der Kirche des 4. Jahrhunderts der Felsen gezeigt, auf den Jesus das Brot gelegt hat. Dieser Felsen aus unbearbeitetem Kalkgestein, der unter dem heutigen Altar liegt, wurde während der archäologischen Ausgrabungen in der Neuzeit entdeckt.

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 Die Kirche der Seligpreisungen

   - Karte des Galiläa

 
 
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