"Als er die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte: 'Selig, die arm sind vor Gott...'" (Matt. 5,1-3)
Die Stätte der Seligpreisungen, die im 4. Jahrhundert von der spanischen Pilgerin Egeria erwähnt wird, liegt auf einem Hügel zirka 60 m nordöstlich der Brotvermehrungskirche, gleich oberhalb der Straße nach Kapernaum.
1937 wurde eine bequemer zu erreichende (und beindruckendere) Stätte für die neue Kirche der Seligpreisungen auf dem Gipfel des Hügels gewählt.
Dieser Kirchenbau wurde von Antonio Barluzzi im Stil der Neorenaissance entworfen und im Kontrast von schwarzem Basalt und weißem Kalkgestein erbaut. Er besitzt gewölbte Portiken auf allen vier Seiten. Der einstöckige Sakralbau ist von einem achteckigen Zylinder mit Säulen umgeben. Eine Kuppel erhebt sich über dem Haupttrakt der Kirche. Die achteckige Form erinnert an die acht Seligpreisungen.
Der Altarraum wird von einem offenen, gewölbten Gang umgeben. Die Fenster der Außenwand bieten einen Panoramablick über den See Genezareth.
Die Kirche und das angrenzende Hospiz werden von den franziskanischen Schwestern des Unbefleckten Herzens Mariens verwaltet. Der Boden ist im Besitz einer italienischen Gesellschaft (Associazione Nazionale per soccorrere i Missionari Italiani).
Im Januar 1999 wurde der Eckstein für die nahe Domus Galilaeae gelegt, ein neues spirituelles Zentrum für christliche Pilger und Gelehrte. Der Eckstein stammt aus dem Grab des hl. Petrus in Rom und wurde von Seiner Heiligkeit Papst Johannes Paul II. am Weihnachtsabend 1998 gesegnet.
Tabgha: Die Stätte
Die Primatskapelle
Die Brotvermehrungskirche
- Karte des Galiläa