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Tabgha

 
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Tabgha - Die Stätte

 
 

 

 

Foto: H. Isachar
 

"Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein." (Mk. 6,32)

Tabgha, die traditionelle Stätte der wunderbaren Brot- und Fischvermehrung, liegt am Nordostufer des Kinneret-Sees (See Genezareth), 2,5 km südlich von Kapernaum und zirka 12 km nördlich von Tiberias. Der Name "Tabgha" ist eine arabische Entstellung des griechischen Wortes Heptapegon ("Ort der sieben Quellen"). Mehrere Quellen entspringen noch heute in dieser Gegend, die auch mit der Bergpredigt Jesu und der Bestätigung des Primats des Petrus in Zusammenhang gebracht wird.

Die Pilgerin Egeria, die den Ort 383 besuchte, spricht von einigen Stufen am Seeufer, auf denen Jesus einst gestanden hat; sie erwähnt die angrenzende Wiese, auf der Jesus die Menschenmenge mit fünf Broten und zwei Fischen gespeist hat, sowie die nahe Höhle in dem Hügel, auf dem Jesus die Seligpreisungen gesprochen hat. Sie berichtet jedoch nur über einen Sakralbau (eine Kirche, in der der Felsen gezeigt wird, auf dem Jesus das Brot für die Menge gebrochen hat). Moderne archäologische Untersuchungen haben allerdings ergeben, daß kleine Kapellen bereits in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts an allen drei Stätten errichtet worden waren. Diesen Untersuchungen zufolge ist es zutreffend, daß diese Gegend in den Evangelien als einsam bezeichnet wird, da keine Belege für Wohnhäuser oder eine landwirtschaftliche Bearbeitung des Bodens gefunden werden konnten.

Im 5. Jahrhundert wurde die Kirche an der traditionellen Stätte der Brotvermehrung neu erbaut und vergrößert. Doch dieser Bau und die beiden Kapellen in der Nähe wurden irgendwann im 7. Jahrhundert, vermutlich während der persischen Invasion, zerstört. Der gallische Bischof Arkulf, der den Ort im Jahre 670 besuchte, fand nur eine ebene Graswiese ohne eine einzige Spur von Bebauungen vor; nur um eine Quelle standen einige Säulen.

Die kleine Kapelle am Seeufer wurde etwas später wiederaufgebaut, lag aber erneut in Ruinen, als 1099 die Kreuzfahrer eintrafen. Sie richteten die Kapelle nochmals auf. Doch auch dieser Bau wurde 1187 nach der Niederlage der Kreuzfahrer bei den Hörnern von Hattin zerstört. Nach einem weiteren Wiederaufbau im Jahre 1260 wurde die Kapelle dann 1263 von den Mamelucken endgültig dem Erdboden gleichgemacht.

Die heutige Primatskapelle wurde 1933 von der Franziskanischen Kustodie des Heiligen Landes errichtet. Das nahe Benediktinerkloster mit seiner Brotvermehrungskirche wurde 1982 geweiht.

 Die Primatskapelle
 Die Brotvermehrungskirche
 Die Kirche der Seligpreisungen

   - Karte des Galiläa

 
 
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