Die Pilgerreise von Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. ins Heilige Land ist eine Pilgerfahrt für Frieden und Versöhnung: “Vom 8. bis 15. Mai werde ich dann eine Pilgerreise ins Heilige Land unternehmen, um den Herrn während des Besuches an den Orten, die durch seine Anwesenheit auf Erden geheiligt worden sind, um das kostbare Geschenk der Einheit und des Friedens für den Nahen Osten und die ganze Menschheit zu bitten.”1
Seine Heiligkeit definierte seine Pilgerreise ins Heilige Land als ein Besuch der Geburtsstätte des christlichen Glaubens: “... Auch ich bereite mich darauf vor, Israel zu besuchen, ein Land, das sowohl den Christen als auch den Juden heilig ist, da dort die Wurzeln unseres Glaubens liegen. In der Tat erhält die Kirche ihre Nahrung aus der Wurzel des edlen Ölbaums, des Volkes Israel, in das die Zweige vom wilden Ölbaum der Heiden eingepfropft wurden (vgl. Röm 11,17–24). 17-24). Von den frühesten Tagen des Christentums an waren unsere Identität und jeder Aspekt unseres Lebens und Gottesdienstes stets eng mit der altehrwürdigen Religion unserer Väter im Glauben verbunden. ”2
Die Pilgerreise des Papstes bringt ihn nach Jerusalem, Nazareth und Bethlehem.
Jerusalem wird oft als einzigartig beschrieben. An den Zugängen aus unterschiedlichen Richtungen befinden sich Bethlehem und die geheiligte Geburtskirche – En Karem, assoziiert mit Johannes dem Täufer – Betanien von Maria und Marta
Orte in Jerusalem, die in den Evangelien erwähnt sind, erwachem zum Leben und jeder Ort kann besichtigt und besucht werden: Der Ölberg, die Gärten und Grotte von Gethsemane, das Kidron -Tal
In der von Mauern umgebenen Altstadt wird an Jesus letzten Weg erinnert – die Via Dolorosa - sowie an Seine Auferstehung – di Grabeskirche.
Und innerhalb dieser (Stadt)Mauern steht die hoch emporragende Westmauer. Die Mauern umgeben auch für Muslime heilige Schreine: die El-Aqsa Moschee und der Felsendom.
In Nazareth, Blume von Galiläa, steht die Verkündigungsbasilika, in der sich die Grotte befindet, die die Stätte der Verkündigung war.
“Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.” (Luk 1: 30-31)*
Die Stadt Nazareth und ihre Umgebung sind durch Kirchen und archäologische Ausgrabungen markiert, die mit der Jugend und dem geistlichen Amt von Jesus Christus verbunden sind. Ganz in der Nähe von Nazareth ragt der Berg Praecipitium (Kedumim) empor, wo der Pöbel versuchte Jesus vom Felsen hinabzustürzen.
“ Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen” (Luk 4:29) *
Der Besuch des Papstes in Yad Vashem (die Holocaustgedenkstätte zur Erinnerung an die Märtyrer und Helden der Schoah) in Jerusalem ist ein weiterer Ausdruck seiner Solidarität mit dem Jüdischen Volk und seiner Anerkennung der Schrecken und Gräuel des Holocaust.
“…Während ich liebevoll den Ausdruck meiner vollständigen und uneingeschränkten Solidarität mit unseren Mitempfängern des Ersten Bundes erneuere, hoffe ich, dass das Gedenken an die Shoah die Menschheit veranlassen wird, über die unfassbare Macht des Bösen, wenn diese das menschliche Herz erobert, nachzudenken.” (Papst Benedikt XVI., Generalaudienz, 28. Januar 2009)
* Einheitsübersetzung (EÜ) der Heiligen Schrift
1- Ansprache Seiner Heiligkeit am Ausgang des Angelus-Sonntags auf dem Petersplatz, 8.März 2009
2- ANSPRACHE VON SEINER HEILIGKEIT PAPST BENEDIKT XVI. AN DIE MITGLIEDER DER "CONFERENCE OF PRESIDENTS OF MAJOR AMERICAN JEWISH ORGANIZATIONS” Konsistoriensaal, Donnerstag,, 12. Februar 2009