BILDUNG UND ERZIEHUNG- Hochschulbildung
Israel Ministry of Foreign Affairs
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 BILDUNG UND ERZIEHUNG- Hochschulbildung

9/11/2002

 
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Hochschulbildung
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Höhere Bildung spielt eine Schlüsselrolle in der ökonomischen und sozialen Entwicklung des Landes. Beinahe ein Vierteljahrhundert vor der Staatsgründung Israels wurde das Technion - das Israelische Institut für Technologie in Haifa eröffnet (1924), um Ingenieure und Architekten auszubilden, die man dringend für den Wiederaufbau des Landes benötigte. 1925 wurde die Hebräische Universität in Jerusalem als Hochschulzentrum für die Jugend im Land Israel und als Sammelpunkt für jüdische Studenten und Gelehrte aus dem Ausland gegründet. Als Israel 1948 die Unabhängigkeit erlangte, waren an beiden Hochschulen zusammen ca. 1600 Studenten eingeschrieben. Heute besuchen ungefähr 176000 Studenten die Hochschuleinrichtungen in Israel. Davon sind 109000 Studenten an Universitäten eingeschrieben, 41000 besuchen Colleges, während 30000 an Kursen der Offenen Universität teilnehmen.

Alle Hochschulen haben gesetzlich garantierte volle akademische und administrative Freiheit und sind offen für alle Bewerber, die die Aufnahmebedingungen erfüllen. Neueinwanderer und nicht hinreichend qualifizierte Studienplatzbewerber können ein besonderes Vorbereitungsprogramm besuchen, das sie nach erfolgreichem Abschluss dazu befähigt, die Zulassung zum Studium an einer Hochschule zu beantragen.

Rat für Hochschulwesen

Die Hochschuleinrichtungen in Israel unterstehen dem Rat für Hochschulwesen, an dessen Spitze der Minister für Erziehung, Kultur und Sport steht. Dem Rat gehören Akademiker, Repräsentanten gesellschaftlicher Gruppen sowie ein Vertreter der Studentenschaft an. Der Rat für Hochschulwesen gewährt die Anerkennung der Hochschulen, genehmigt die Verleihung von akademischen Graden und berät die Regierung bei der Entwicklung und Finanzierung von Hochschulausbildung und wissenschaftlicher Forschung.

Der Planungs- und Beihilfeausschuss, der sich aus vier ranghöheren Akademikern verschiedener Fachbereiche und zwei Vertretern aus dem Business- oder Industriesektor zusammensetzt, ist das Vermittlungsgremium zwischen der Regierung und den Hochschuleinrichtungen in allen finanziellen Angelegenheiten. Dieses Gremium unterbreitet sowohl der Regierung als auch dem Rat für Hochschulwesen Budgetentwürfe und nimmt die Zuteilung des genehmigten Budgets vor. 70 % des Hochschulbudgets kommen aus öffentlichen Mitteln, 20 % aus Studiengebühren und der Rest aus verschiedenen privaten Quellen. Der Ausschuss fördert auch die Kooperation zwischen den verschiedenen Institutionen.


Studenten

Aufgrund des obligatorischen Militärdienstes, der für Männer drei Jahre und für Frauen fast zwei Jahre dauert, sind die meisten israelischen Studenten älter als 21 Jahre, wenn sie mit dem Studium beginnen. Bis in die frühen 60er Jahre hinein strebten die Studenten primär ein Hochschulstudium an, um ein breites Allgemeinwissen zu erlangen. In den letzten Jahren ist ein wachsender Trend zum berufs- und karriereorientierten Studium zu beobachten. Hier gibt es ein breit gefächertes Angebot. Zur Zeit sind gut über die Hälfte der israelischen jungen Erwachsenen im Alter von 20-24 Jahren in einer der Hochschuleinrichtungen des Landes eingeschrieben.


 
 
Die Hebräische Universität von Jerusalem

 


Die Universität Tel Aviv

 


Die Universität Haifa

 


Die Negev- Universität Ben Gurion

 


Die Bar-Ilan- Universität

 


Das Technion - Israelisches Institut für Technologie

 


Das Weizmann- Forschungs- institut

 


Die Offene Universität
  Die Universitäten

Die Hebräische Universität von Jerusalem (The Hebrew University of Jerusalem), die 1925 gegründet wurde, umfasst Fakultäten für fast alle Forschungsgebiete - von Kunstgeschichte bis zur Zoologie - und beherbergt die israelische Nationalbibliothek. Seit ihrer Gründung sind die Wissenschaftler der Hebräischen Universität an jeder Phase Israels nationaler Entwicklung aktiv beteiligt gewesen. Die Abteilung für Judaistik zählt zu den größten in der Welt.

Die Universität Tel Aviv (Tel Aviv University), die 1956 gegründet wurde, entstand durch den Zusammenschluss von drei bereits existierenden Instituten. So erhielt die Region um Tel Aviv, der bevölkerungsreichste Teil des Landes, endlich eine eigene Universität. Heute stellt sie Israels größte Universität dar mit einem breiten Spektrum an Studienfächern und einem Schwerpunkt auf Grundlagen- und angewandter Forschung. Zu der Universität gehören spezielle Institute für strategische Forschung, Gesundheitssystemmanagement, Technologieprognose und Energieforschung.

Die Universität Haifa (Haifa University), die 1963 gegründet wurde, bildet das Hochschulzentrum im nördlichen Teil des Landes und bietet durch eine besondere Anordnung der fachübergreifenden Zentren und Institute die Möglichkeiten für ein interdisziplinäres Studium: Zu der Universität gehört eine Abteilung für das Studium des Kibbuz als sozioökonomische Einheit sowie als ein Zentrum, das sich der Förderung des Verständnisses und der Kooperation zwischen Juden und Arabern in Israel widmet.

Die Negev-Universität Ben Gurion (Ben Gurion University of the Negev) in Be'er Sheva wurde 1967 als Hochschulzentrum für die Einwohner im Süden Israels und zur Förderung der sozialen und wissenschaftlichen Entwicklung der Wüstenregion des Landes gegründet. Die Universität hat bedeutende Beiträge zur Trockengebietsforschung geliefert. Ihre medizinische Fakultät hat eine bahnbrechende Arbeit auf dem Gebiet der Sozialmedizin in Israel geleistet. Zu dem Universitätscampus beim Kibbuz Sde Boker gehört ein Forschungszentrum für das Studium der historischen und politischen Aspekte des Lebens und der Epoche David Ben Gurions, des ersten israelischen Premierministers.

Die Bar-Ilan-Universität (Bar Ilan University) - 1955 in Ramat Gan gegründet - setzt einen einzigartigen integrativen Ansatz in die Praxis um. Die geistigen Werte des jüdischen Erbes werden mit einer liberalen Ausbildung in den verschiedensten Fachbereichen, vor allem auf dem Gebiet der Sozialwissenschaften, kombiniert. Als eine Universität, die Tradition und moderne Technologien verbindet, beherbergt sie Forschungsinstitute für Studien in Physik, medizinische Chemie, Mathematik, Wirtschaftswissenschaften, Strategische Forschung, Entwicklungspsychologie, Musikwissenschaften, Bibel- und Talmudwissenschaften, jüdisches Gesetz und anderen Wissenschaftsbereichen.

Das Technion - Israelisches Institut für Technologie (Israel Institute of Technology) - das 1924 in Haifa gegründet wurde, hat einem Großteil der Ingenieure, Architekten und Stadtplaner des Landes einen akademischen Grad ver-liehen. In den letzten Jahren wurde das Technion um die Fakultäten für Medizin und Naturwissenschaften erweitert. Es dient als Zentrum für Grundlagen- und angewandte Forschung in den Natur- und Ingenieurwissenschaften zur Förderung der industriellen Entwicklung Israels.

Das Weizmann-Forschungsinstitut (Weizmann Institute of Science) wurde 1934 in Rechovot ursprünglich als das Sieff Institute gegründet, 1949 erweitert und nach Dr. Chaim Weizmann, Israels erstem Staatspräsidenten und berühmtem Chemiker, umbenannt. Heute ist es ein renommiertes Zentrum für Forschungs- und Doktorandenstudien in Physik, Chemie, Mathematik und anderen Naturwissenschaften. Die Wissenschaftler in diesem Forschungsinstitut arbeiten an Projekten zur Beschleunigung der industriellen Entwicklung und Förderung der Gründung neuer Unternehmen im naturwissenschaftlichen Sektor. Innerhalb des Institutes gibt es eine Abteilung für naturwissenschaftliche Lehre, welche Lehrpläne für weiterführende Schulen erarbeitet.

Die Offene Universität (gegründet 1974) bietet nach britischem Vorbild Fernkurse zur Erlangung eines Bachelor-Abschlusses: Die Kurse sind flexibel strukturiert. Das Material zum Selbststudium wird durch Hausaufgaben und regelmäßige Tutorien ergänzt. Die Kurse schließen mit einer Abschlussprüfung ab.

Akademien und Seminare

In ländlichen Regionen bieten regionale Akademien unter der Schirmherrschaft einer Universität Hochschulseminare an, um den dort ansässigen Studenten ein Grundstudium in der Nähe ihres Wohnortes zu ermöglichen. Das sich anschließende Hauptstudium mit Abschlussexamen wird an der Universität selbst absolviert.

Einige private Akademien, an denen ein akademischer Grad erworben werden kann, bieten sehr gefragte Studiengänge wie Business Administration, Jura, Informatik oder Betriebswirtschaftslehre an. Andere Akademien bieten Ausbildungen in künstlerisch-musischen oder technologischen Berufen an.

Akademien und Seminare auf Internet

 
 
 
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