LAND UND LEUTE- Landleben
Israel Ministry of Foreign Affairs
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 LAND UND LEUTE- Landleben

2/27/2000

 
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Landleben
 
 

 

 

 

 

 

 

Etwa 9% der Bevölkerung Israels leben in ländlichen Gebieten, die meisten davon in Dörfern und zwei einzigartigen genossenschaftlichen Einrichtungen, dem Kibbuz und dem Moschaw, die beide Anfang des 20. Jahrhunderts im Land entwickelt wurden.

Dörfer verschiedener Größe werden hauptsächlich von Arabern und Drusen bewohnt, die ein Sechstel der ländlichen Bevölkerung Israels ausmachen. Haus- und Grundbesitz, Landwirtschaft und der Verkauf landwirtschaftlicher Produkte sind in privater Hand. Eine Minderheit innerhalb der arabischen Bevölkerungsgruppe, etwa 170000 ehemals als Nomaden im Negev lebende Beduinen, erleben zur Zeit eine Urbanisierung, die den Übergang von einer traditionellen

Der Kibbuz (siehe auch Kapitel Gesellschaft) ist eine eigenständige soziale und wirtschaftliche Einheit. Entscheidungen werden von der Generalversammlung der Mitglieder getroffen, Vermögen und Produktionsmittel sind gemeinschaftliches Eigentum. Heute leben 2% der Bevölkerung in etwa 270 Kibbuzim. Die Mitglieder sind in den verschiedenen Bereichen der Kibbuzwirtschaft tätig. Die Kinder verbringen von frühester Kindheit an bis zum Ende des Schulalters den größten Teil des Tages mit Gleichaltrigen in speziell für sie organisierten Einrichtungen. Traditionell das Rückgrat der israelischen Landwirtschaft (zur Zeit erzielen sie 40% der Gesamtproduktion der israelischen Landwirtschaft), wenden sich die Kibbuzim in den letzten Jahren verstärkt der Industrie, dem Fremdenverkehr und dem Dienstleistungssektor zu.

 
     

Der Moschaw ist eine landwirtschaftliche Siedlung, in welcher jede Familie ihren eigenen Hof und Haushalt besitzt. Früher wurde der Einkauf und die Vermarktung der Produkte gemeinschaftlich organisiert, während die heutigen Moschaw-Landwirte sich für mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit entschieden haben. Die etwa 450 Moschawim, im Durchschnitt ca. 60 Familien stark, machen etwa 3,2% der Bevölkerung aus und erzeugen einen Großteil der landwirtschaftlichen Produkte Israels.

Yishuv kehilati wird eine neue Form landwirtschaftlicher Siedlungen genannt. Jede der 50-60 bereits bestehenden Gemeinschaften umfasst Hunderte von Familien. Obwohl jede Familie wirtschaftlich völlig unabhängig ist und die meisten Mitglieder außerhalb der Gemeinschaft arbeiten, ist die aktive, freiwillige und unbezahlte Mitwirkung am Gemeinschaftsleben gang und gäbe. Das zentrale Verwaltungsorgan ist die Generalversammlung, zu der alle Haushaltsvorstände gehören und die während der Jahresversammlung den Haushalt der Gemeinschaft festsetzt und verabschiedet. Neben dem Geschäftsführungs- und dem Kontrollausschuss gibt es eine Anzahl von Arbeitsgruppen, die sich mit Erziehung, Kultur, Jugend, Finanzen und ähnlichen Themenbereichen befassen. Die laufenden Geschäfte der Gemeinschaft werden von einem bezahlten Sekretariat gemäß der Beschlüsse gewählter Gremien geführt. Neue Mitglieder werden nur mit Zustimmung der Gemeinschaft aufgenommen.

 
 
 
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